In der letzten Woche haben wir euch schon von unserer traumhaften Reise, mit Andy Hoffmann, in den wunderschönen Ort Sóller berichtet. Am Ende dieser niedergeschriebenen Reise haben wir euch schon einen kleinen Cliffhänger gegeben und versprochen von unseren kulinarischen Entdeckungen zu berichten. Die Erste war direkt in Port de Sóller. Neben den köstlichen Orangensäften, den Schnäpsen und den Mandeln war da noch eine wahre Geschmacksexplosion. „El Frito mallorquin“
Das traditionelle Gericht begeistert durch seinen tiefen und vielfältigen Geschmack. Es gibt nahezu kein spanisches Restaurant, das dieses Essen nicht anbietet, auch wenn es nur als Tapas ist. Selbst große Einkaufcentren bieten Frito mallorquin, neben Bocadillos und anderen Snacks an. Das Angebot ist vergleichbar mit der Bratwurst in Deutschland.
Als Andy uns das Gericht zeigte, dachten wir zuerst an eine Art Gulaschsuppe mit reichem Inhalt. Dieser Geruch, die Konsistenz und die Farbe, ja selbst die optisch erkennbaren Inhalte waren gleich. Kartoffeln, Paprika, etwas dunkleres Fleisch, eine rotbraune Soße und ok auch einige Erbsen, aber gut „andere Länder andere Sitten“ dachten wir uns.
Wir waren mit andy Hoffmann also in einem kleinen Café , direkt an der Strandpromenade Port de Sóller’s, vor uns die malerische Bucht, die strahlende Sonne, die sich im hellblauen Wasser spiegelte, hinter uns die Berge des Tramuntana Gebirge und die Menschen vergnügten sich am Strand.
In diesem Moment kam die Kellnerin, der tiefe Geruch von Paprika und Fleisch kam uns in die Nase. Die Flüssigkeit brodelte noch in der Cazuela.
Die ersten bissen enttäuschten nicht. Allerdings war es ein etwas stärkerer Geschmack durch das Fleisch. Auch das Fleisch war nicht so weich und zermürbt wie beim Gulasch. Es war er ein stärkerer Geschmack, Lamm vielleicht? Auch der Biss war deutlich fester, aber es war köstlich und irgendwie auch ganz anders.
Wir fragen nach bei Andy Hoffmann. „Es gibt viele unterschiedliche Varianten, aber die Hauptzutaten sind: Kartoffeln, Paprika, natürlich Knoblauch und das Fleisch besteht aus verschiedenen Innereien.“ „Innerein?“, wir sind entzetzt. „Ja hauptsächlich Leber vom Rind, Huhn oder wie hier vom Lamm. Manchmal hat man auch noch Nieren dabei. Das allerdings einzeln heraus zu schmecken ist bei diesem Mix der Geschmäcker schwierig“, klärt uns Andy auf.
Es stimmt, nie wären wir auf Leber gekommen. Es ist einfach nur eine geniale Kombination und lässt den strengen und manchmal trockenen Lebergeschmack gar nicht herauskommen. Das isst auch der größte Lebergegner.
Na, schon neugierig? Keine Sorge, gleich verraten wir euch das persönliche Rezept von Andy Hoffmann. Das war allerdings nicht unsere letzte Reise und auch nicht unser letztes Geschmackswunder, aber sicherlich eines der skurrilsten.